Du hast Bock auf Sonne, bizarre Vulkanlandschaften und endlose Serpentinen? Dann sind die Kanarischen Inseln dein Roadbike-Spielplatz für ein Wochenende, das alles sprengt: Drei Tage, drei epische Routen, unendlich viel Spaß – und dieses Kribbeln, wenn du weißt: Hier willst du nie wieder weg. Willkommen beim ultimativen 11bar-Inseltrip!
- Perfektes Klima: Ganzjährig Sonne, milde Temperaturen, null Ausreden
- Drei individuelle Routen: Für Roadies, Kletterziegen und Genießer
- Spektakuläre Vulkanlandschaften und Küstenstraßen mit Meerblick
- Legendäre Anstiege wie Pico de las Nieves und Teide
- Erstklassige Infrastruktur für Radfahrer – von Bike-Verleih bis Café-Stop
- Lokale Spezialitäten für den perfekten Recovery-Snack
- Tipps für Anreise, Equipment und Sicherheit – keine Touristenfalle!
- Geheimtipps für das echte Inselgefühl abseits der Massen
Warum Kanarische Inseln? Das Paradies zwischen Lava, Palmen und Asphalt
Vergiss Mallorca. Die Kanarischen Inseln sind das Trainingslager für alle, die nicht nur Kilometer fressen, sondern auch das Abenteuer suchen. Hier trifft warme Passatluft auf karge Vulkanlandschaften, steile Barrancos und asphaltierte Traumstraßen, die sich wie Pinselstriche durch die Natur ziehen. Das Klima? Fast schon frech gut: Temperaturen zwischen 18 und 28 Grad, selbst im tiefsten Winter. Kein Wunder, dass hier Profiteams ihre Beine schärfen, während du in Deutschland noch dein Rollentraining verfluchst.
Du findest auf den Kanaren alles, was das Rennrad-Herz begehrt: endlose Küstenabschnitte, brutale Anstiege, technische Abfahrten und kleine Dörfer, deren Flaniermeilen zum Kaffeestopp einladen. Der Asphalt? Meist erstklassig – die Kanaren wissen, wie wichtig gute Straßen für Radfahrer sind. Dazu kommt eine Infrastruktur, die sich gewaschen hat: Bike-Verleihe, Service-Points und Hotels, die extra für uns Zweiradpunks ausgebaut wurden. Egal, ob du auf Gran Canaria, Teneriffa oder Lanzarote unterwegs bist – du bist immer mittendrin im Geschehen.
Und das Beste: Die Kanaren sind ein echtes Multitalent. Anfänger können hier erste Höhenmeter schnuppern, während die Kletterfraktion epische Pässe hochjagt. Genießer cruisen entlang der Küste, während die Wattmonster den nächsten Strava-KOM ins Visier nehmen. Dazu jede Menge Natur, Geschichte und kanarische Lebensfreude. Wer einmal hier war, versteht, warum die Kanaren nicht weniger als das Eldorado des europäischen Radsports sind.
Tag 1 – Gran Canaria: Serpentinenrausch am Pico de las Nieves
Gran Canaria ist ein Statement: Wer hier radelt, will es wissen. Die Route zum Pico de las Nieves ist legendär – und verdient diesen Status zu 100 Prozent. Von Maspalomas an der Südküste startest du entspannt, aber schnell wird klar: Heute gibt’s Höhenmeter satt. Die Straße windet sich durch verschlafene Dörfer, vorbei an Kakteen, Felsen und Palmen. Mit jedem Meter zieht die Landschaft die Zivilisation aus, bis du plötzlich mitten im wilden Herz der Insel steckst. Es ist dieser Moment, in dem du realisierst: Hier zählt nur noch dein Rhythmus.
Der Anstieg ist brutal ehrlich – keine Gnade vor der Wade. Bis zu 23 Kilometer am Stück hinauf, mehr als 1.900 Höhenmeter, aber der Flow ist unbeschreiblich. Die Kurven? Kurven wie aus dem Lehrbuch, jede einzelne ein kleines Kunstwerk. Die Aussicht? Einmalig: Atlantik zu deiner Rechten, Vulkangestein zu deinen Füßen, Wolken, die an dir vorbeiziehen. Du fühlst dich wie auf einer anderen Welt. Wer oben ankommt, bekommt nicht nur den besten Blick der Insel, sondern auch ein echtes Gefühl von Stolz – das ist Cycling at its best.
Aber keine Sorge: Die Abfahrt entschädigt für jeden Schweißtropfen. Technisch, schnell, mit langen Geraden und engen Kurven, die dein Bikehandling fordern. Unten angekommen, wartet das beste Recovery-Eis der Insel. Und der Gedanke, dass das erst Tag eins war, macht dich schon jetzt süchtig nach mehr. Kleiner Tipp: Früh starten, Wasser mitnehmen, und im Zweifel lieber einen Gang zu viel als zu wenig – die Kanaren sind keine Spielwiese für Leichtsinnige.
Tag 2 – Teneriffa: Teide-Mythos und Mondlandschaften
Teneriffa ist der Inbegriff von Abwechslung. Die Königsetappe? Ganz klar: der Ritt auf den Teide, Spaniens höchsten Berg. Du startest am besten im quirligen Küstenort Los Cristianos, wo das Frühstücksbuffet schon nach Watt schreit. Die ersten Kilometer sind harmlos, dann zeigt die Insel ihre Zähne: Serpentin um Serpentin schraubst du dich durch Pinienwälder und Felswände nach oben, begleitet von einer Aussicht, die ihresgleichen sucht. Die Luft wird dünner, der Asphalt rauer, die Beine schwerer – aber genau das ist der Reiz.
Der Teide-Anstieg ist lang, ehrlich und gnadenlos: Über 2.000 Höhenmeter, verteilt auf knapp 40 Kilometer. Aber du bekommst was fürs Geld: Lavafelder, bizarre Felsformationen, und das Gefühl, auf dem Mond zu radeln. Keine Ampeln, kaum Verkehr, dafür die ganze Zeit das Ziel vor Augen – der Krater des Teide, majestätisch und einschüchternd zugleich. Oben angekommen, verstehst du, warum Profis hier ihre Form holen. Der Teide ist nicht nur ein Berg, sondern eine Prüfung. Wer sie besteht, darf sich zu Recht zum Club der Teide-Finisher zählen.
Die Abfahrt zurück ins Tal ist wie ein Rausch: 40 Kilometer Downhill, der Puls bleibt oben, die Augen offen. Roadies lieben diese Strecke, weil sie alles vereint – Ausdauer, Technik und den ultimativen Landschafts-Flash. Mein Tipp für den zweiten Tag: Nimm dir Zeit, genieße die Stopps in den Dörfern und gönn dir am Ende einen Barraquito – den besten Kaffee-Kick der Insel. Und denk dran: Egal wie schwer der Anstieg war, am Ende bleibt nur das Grinsen im Gesicht.
Tag 3 – Lanzarote: Küstenklassiker und Lavaflow
Lanzarote ist die Insel der Kontraste. Hier treffen schwarze Lavafelder auf strahlendes Weiß der Dörfer und das endlose Blau des Atlantiks. Die perfekte Route für Tag drei? Ganz klar: Der Lanzarote-Küstenklassiker von Costa Teguise über die Feuerberge des Timanfaya-Nationalparks bis nach Playa Blanca. Los geht’s auf schnellem Asphalt, vorbei an windzerzausten Palmen, Salinen und den berühmten weißen Häuschen der Insel. Keine andere Kanareninsel fühlt sich so nach Science Fiction und Roadmovie an wie Lanzarote.
Der Wind kann hier brutal sein – aber genau das macht Lanzarote zur echten Herausforderung. Die Strecke führt dich durch das Herz der Feuerberge, wo die Erde noch dampft und der Asphalt von Lavaströmen geküsst wurde. Diese Landschaft ist einmalig: Du radelst durch Felder aus schwarzem Gestein, vorbei an Kegeln und Kratern, die aussehen, als hätte sie ein Künstler neu erschaffen. Die Küstenstraßen bieten spektakuläre Blicke auf den Atlantik, der hier ungehemmt gegen die Felsen brandet.
Das Beste: Die Cafés entlang der Route sind kleine Oasen – hier gibt’s nicht nur den besten Ziegenkäse, sondern auch die berühmte kanarische Papas Arrugadas mit Mojo. Lanzarote ist Genuss und Challenge zugleich. Wer nach drei Tagen auf den Kanaren noch nicht genug hat, kann hier locker eine Woche dranhängen. Aber Achtung: Die Insel macht süchtig, und der Flow bleibt noch lange im Kopf – versprochen.
Tipps & Tricks: Vorbereitung, Equipment und lokale Specials
Ein Roadbike-Wochenende auf den Kanaren braucht ein bisschen Planung, aber keine Wissenschaft. Für die Anreise empfiehlt sich natürlich das eigene Rad – Airlines bieten spezielle Bike-Tarife, die oft günstiger sind als gedacht. Alternativ gibt’s auf allen Inseln Top-Verleiher, die aktuelle Carbon-Räder und sogar Powermeter im Angebot haben. Wichtig: Frühzeitig reservieren, vor allem in der Hochsaison. Vor Ort ist ein guter Bike-Check Pflicht – die kanarische Hitze fordert Material und Mensch, also lieber einmal zu viel als zu wenig kontrollieren.
Was das Equipment angeht, gilt: Weniger ist mehr, aber Qualität zählt. Eine gut belüftete, helle Sommerausrüstung ist Gold wert – trotz der milden Temperaturen kann es in den Bergen schnell frisch werden. Arm- und Beinlinge, Windweste und Regenjacke gehören ins Gepäck, wenn du hoch hinaus willst. Vergiss Sonnencreme und einen vernünftigen Helm nicht – die Sonne brennt hier gnadenlos, und Kopfsteinpflaster gibt’s zwar wenig, aber auf den Abfahrten ist Schutz Pflicht.
Lokale Spezialitäten gehören zum Erlebnis dazu: Morgens ein frischer Cortado, mittags ein Bocadillo mit Jamón, abends ein Glas Malvasia-Wein. Die kleinen Supermärkte und Bäckereien entlang der Routen sind perfekte Versorgungsstationen, und die Einheimischen sind meist radfreundlich und hilfsbereit. Tipp für den Notfall: Immer ein paar Euro Bargeld und eine Notfallnummer dabeihaben. Die Kanaren sind entspannt, aber vorbereitetes Chaos macht immer mehr Spaß als ungeplante Pannen.
Fazit: Ein Wochenende, das alles verändert – Pros & Contras
Drei Tage auf den Kanarischen Inseln sind mehr als nur Radurlaub – sie sind ein Manifest für Freiheit, Abenteuer und die pure Leidenschaft fürs Rennrad. Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, jede Route ihre eigene Story. Wer einmal den Vulkangravel unter den Reifen gespürt und den Atlantikwind im Gesicht gehabt hat, weiß: Das ist kein Trainingslager, das ist pures Lebensgefühl. Die Kombination aus Klima, Routenvielfalt und gastfreundlicher Infrastruktur macht die Kanaren zum Hotspot für Roadies, die mehr wollen als nur Kilometer zählen. Aber Achtung: Suchtpotenzial garantiert!
Pros:
- Ganzjährig ideales Radklima – Sonne statt Rollenkoller
- Epische Anstiege wie Teide und Pico de las Nieves
- Abwechslungsreiche Landschaften: Lava, Küste, Palmen, Dörfer
- Beste Infrastruktur für Roadbiker – Verleih, Service, Cafés
- Geringer Verkehr abseits der Touristenströme
- Leckere lokale Spezialitäten und entspannte Atmosphäre
- Für alle Levels geeignet: Anfänger bis Wattmonster
- Absolute Traumstraßen für jede Vorliebe
Contra:
- Starke Winde, besonders auf Lanzarote – nichts für Wind-Hasser
- Echte Höhenmeter-Kracher – ohne Training wird’s zäh
- Manche Straßenabschnitte können rutschig oder rau sein
- Flug- und Biketransport erfordert Planung und etwas Aufwand