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Kanarische Inseln: Diese Strecken sind besser als ihr Ruf – und genau richtig für dich

Kanarische Inseln: Vergiss den alten Ruf – diese Routen sind ein Fest für Roadies, Kletterziegen und Kilometerfresser. Endlich ehrliche Strecken, die mehr können als nur Sonne und Wind. Hier kommt der 11bar-Deepdive zu den besten Straßen für alle, die Bock auf echtes Radfahren haben – mit maximalem Know-how und ungeschönter Wahrheit!

  • Grandiose Straßen zwischen Vulkan und Atlantik: radeln, wo die Profis trainieren
  • Steile Anstiege, fantastische Abfahrten, versteckte Küstenrouten
  • Perfektes Klima – das ganze Jahr Saison für Roadies
  • Unterschätzte Vielfalt: von epischen Kletterpartien bis zu flowigen Corners
  • Starker Mix aus bekannten Hotspots und Geheimtipps
  • Radsport-Infrastruktur: Werkstätten, Verleih, Cafés und Support
  • Spezielle Tipps für Einsteiger, Ambitionierte und Experten
  • Ehrlicher Blick auf Verkehr, Wind und Touri-Nepp

Kanarische Inseln: Roadbike-Paradies mit Ecken und Kanten

Wer die Kanaren immer noch als Rentner-Inseln oder All-Inclusive-Badeparadies abtut, hat entweder noch nie einen Sattel von unten gesehen oder lebt hinterm Mond. Hier, mitten im Atlantik, liegen sieben Eilande, die für Roadies schlichtweg der Stoff sind, aus dem Träume gemacht werden. Die Mischung aus zerklüfteten Vulkanlandschaften, sattgrünen Höhenzügen und welligen Küstenstraßen ist einzigartig. Während auf Mallorca oder in den Alpen oft Gedränge herrscht, findest du hier einsame, perfekt asphaltierte Serpentinen, die sich an Berghängen in den Himmel schrauben. Die Kanaren sind ein Trainingslager für Profis, ein Spielplatz für Ambitionierte und ein Abenteuerfeld für Einsteiger – vorausgesetzt, du wählst die richtige Route und lässt dich auf das Unbekannte ein.

Doch Achtung: Die Kanaren sind keine flache Inselidylle, sondern eine Herausforderung für Beine, Lunge und Kopf. Die Streckenprofile sind gnadenlos ehrlich – hier gibt’s keine Gnade für Wattmuffel. Die Anstiege sind lang, steil und oft gnadenlos exponiert. Dafür belohnt das Panorama: Atlantikblick, Lavafelder und verschlafene Bergdörfer machen jede Ausfahrt zu einem Erlebnis mit Suchtpotenzial. Wer nach dem berühmten Kanarenwind googelt, weiß: Die Böen können Freund oder Feind sein. Mit ein bisschen Taktik und Planung lassen sich aber auch die windigsten Tage in echte Fahrfreuden verwandeln.

In Sachen Infrastruktur liefern die Kanaren ab: Radverleih, Service, Verpflegung und eine offene Community machen das Inselhüpfen für Roadies unkompliziert. Viele Einheimische und Zugezogene leben den Radsport und helfen gerne mit Tipps und Tricks. Und auch kulinarisch wird niemand enttäuscht: Von frischem Fisch bis zu Papas Arrugadas gibt’s die nötigen Kohlenhydrate – und das verdient nach jeder Bergetappe. Kurzum: Die Kanaren sind besser als ihr Ruf. Wer immer noch zögert, hat schlicht keine Ahnung.

Die besten Strecken auf Gran Canaria, Teneriffa & La Palma

Jede Kanareninsel hat ihren eigenen Charakter, ihre eigenen Herausforderungen und ihre eigenen Roadbike-Highlights. Gran Canaria ist das Allround-Talent: Hier findest du alles von epischen Passstraßen bis zu flowigen Küstenrunden. Der legendäre Anstieg nach Pico de las Nieves ist ein Muss für alle, die gerne ans Limit gehen. Mit über 40 Kilometern und 2.000 Höhenmetern ist der „König der Kanarenanstiege“ ein Prüfstein für jede Saison. Die Straßen sind meist in Top-Zustand, und die Aussicht auf die Schlucht von Fataga oder die Felsen von Roque Nublo macht jede Quälerei wett.

Teneriffa ist das Eldorado der Kletterfans. Der Teide-Vulkan thront hoch über der Insel, und die Auffahrt aus fast jedem Dorf ist eine Herausforderung. Wer sich den Teide von Meereshöhe aus gönnt, fährt gut und gerne 2.300 Höhenmeter am Stück – das gibt’s sonst kaum in Europa. Die Straßen sind breit, der Belag griffig, und oben wartet das Gefühl, auf einem anderen Planeten zu sein. Für Genießer gibt es die legendäre Küstenstraße TF-28 – ein Rollertraum mit spektakulärer Aussicht und kaum Autoverkehr. Tipp für Mutige: Die Nordseite ist grüner, feuchter und windiger – ideal für alle, die das volle Kanarenpaket wollen.

La Palma ist der Geheimtipp unter den Roadies. Die Insel ist kleiner, wilder und weniger touristisch – aber landschaftlich eine Wucht. Die berühmte „Vuelta a la Isla“ ist ein Monster: 180 Kilometer, 4.000 Höhenmeter, fünf Klimazonen. Wer es kürzer will, nimmt die Runde zur Caldera de Taburiente oder die legendäre Südroute durch Lavafelder. Auf La Palma gilt: Jede Ausfahrt ist ein Abenteuer, und selbst erfahrene Gran-Fondo-Fahrer werden hier gefordert. Aber die Einsamkeit auf den Straßen und die unfassbare Natur sind die Mühe wert. Wer nach La Palma kommt, will meistens nicht mehr weg.

Von Einsteiger bis Wattmonster: Die richtige Route für jede Leistungsklasse

Die Kanaren sind kein exklusiver Spielplatz für Profis – auch Einsteiger und Genussfahrer finden hier ihre Traumstrecken. Für Anfänger eignen sich vor allem die Küstenstraßen auf Lanzarote oder Fuerteventura: moderat profiliert, wenig Verkehr, dafür endlose Atlantikblicke. Das ist ideales Terrain, um sich an längere Strecken und leichtes Klettern zu gewöhnen, ohne dabei gnadenlos überfordert zu werden. Die Inseln sind flacher, der Wind ist dafür der eigentliche Gegner – aber mit der richtigen Taktik macht gerade das den Reiz aus.

Ambitionierte Amateure kommen auf Gran Canaria und Teneriffa voll auf ihre Kosten. Hier geht es ums Klettern, ums Rollen und ums Durchhalten. Die berüchtigten Pässe wie der Cruz de Tejeda oder die Rampen rund um den Teide fordern nicht nur Ausdauer, sondern auch eine gute Einteilung der Kräfte. Wer clever fährt und seine Pausen plant, wird mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt. Profis und Wattmonster können sich an die ganz großen Touren wagen – etwa Teide von Nord nach Süd oder die komplette Inselumrundung auf Gran Canaria. Das sind Etappen, die jedes Palmarès aufwerten und den eigenen Mythos nähren.

Wer es besonders individuell mag, kann sich Routen über Komoot oder Strava zusammenstellen. Viele lokale Anbieter helfen bei der Planung, geben Tipps zu Windrichtung, Straßenverhältnissen und Geheimtipps abseits der üblichen Hotspots. Ganz wichtig: Immer ausreichend Wasser und Snacks einpacken. Die Sonne knallt, die Distanzen sind nicht zu unterschätzen – und die nächste Bar ist manchmal weiter weg als gedacht. Aber wer die Kanaren mit Respekt fährt, wird sie lieben lernen – garantiert.

Wind, Verkehr & Co: Die ehrliche Wahrheit über die Kanaren

Wer glaubt, auf den Kanaren sei alles eitel Sonnenschein, irrt gewaltig – und genau das macht den Reiz aus. Der Wind ist eine echte Hausnummer. Besonders auf Lanzarote und Fuerteventura kann er zum Spielverderber werden und die flachen Kilometer zu einer epischen Watt-Orgie machen. Aber keine Panik: Mit der richtigen Strategie – etwa frühes Losfahren, die windarme Seite wählen oder in Gruppen fahren – bleibt der Spaßfaktor hoch. Und mal ehrlich: Gegenwind formt den Charakter, Rückenwind macht die Helden.

Verkehr? Klar, in den touristischen Zentren und an den Hauptstraßen ist es manchmal wuselig. Aber schon ein paar Kilometer abseits wird es ruhig, und die Autofahrer sind auf den meisten Inseln erstaunlich rücksichtsvoll. Besonders auf Gran Canaria und La Palma gibt es viele Strecken, wo man stundenlang kaum ein Auto sieht. Wer auf Teneriffa oder Gran Canaria unterwegs ist, sollte die Stoßzeiten meiden und Nebenstraßen wählen – dann gehört die Insel fast dir allein.

Und dann wäre da noch der Touri-Faktor. Klar, in den Hotelzonen wird’s schnell eng, aber echte Roadies lassen die Bettenburgen einfach links liegen. Die schönsten Strecken führen durch die Berge, entlang einsamer Küsten und mitten durch Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben scheint. Wer die Kanaren auf eigene Faust erkundet, entdeckt Ecken, die im Reisekatalog nie auftauchen – und genau das macht den Unterschied. Die Kanaren sind kein glattgebügeltes Trainingscamp, sondern ein echtes Abenteuer mit Sonne, Wind und verdammt viel Leidenschaft.

Fazit: Die Kanaren – Roadbike-Mythos für alle, die mehr wollen

Die Kanarischen Inseln sind zu Recht das Winter- und Frühjahrsmekka für Roadbiker – und sie sind besser als ihr Ruf. Wer sich auf die Eigenheiten der Inseln einlässt, bekommt mehr als nur Sonne und Asphalt: epische Anstiege, legendäre Abfahrten, raues Klima und grandiose Natur. Die Strecken sind so abwechslungsreich wie die Inseln selbst, die Infrastruktur ist radsportfreundlich und das Abenteuer beginnt direkt hinter dem Hotel. Ob Einsteiger, Amateur oder Wattprofi – hier findet jeder seine perfekte Route. Die Kanaren sind ehrlich, fordernd und voller Überraschungen. Und am Ende fragt man sich: Warum eigentlich woanders fahren?

Pro:

  • Ganzjährig perfektes Radklima – Sonne, milde Temperaturen, wenig Regen
  • Extrem abwechslungsreiche Strecken: Küsten, Berge, Lavafelder
  • Kaum Autoverkehr auf vielen Routen, sehr radsportfreundliche Atmosphäre
  • Exzellente Infrastruktur: Radverleih, Werkstätten, spezialisierte Unterkünfte
  • Legendäre Anstiege und Abfahrten – echtes Profifeeling
  • Erfrischend ehrliche Herausforderungen: Wind, Höhenmeter, Natur
  • Viele Strecken für jedes Level – von flach bis episch steil

Contra:

  • Starker Wind kann zum echten Gegner werden, besonders auf den flachen Inseln
  • Verkehr in touristischen Hotspots manchmal nervig
  • Anstiege fordern auch fitte Fahrer – keine Insel für absolute Anfänger
  • Wenig Schatten, Sonne kann gnadenlos sein – gute Vorbereitung nötig
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