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Kanarische Inseln: Die 20 schönsten Rennrad-Strecken für Genießer und Bergziegen

Kanarische Inseln fürs Rennrad? Klar, klingt nach Keksdose, Palma und Sonnencreme – aber wer wirklich Ahnung hat, weiß: Hier warten die brutalsten Anstiege, epischsten Küstenstraßen und feinste Asphaltbänder Europas. Ob du Genussfahrer bist oder die Bergziege in dir rauslassen willst – wir von 11bar zeigen dir die 20 schönsten Rennrad-Strecken der Kanaren, die du garantiert nie wieder vergisst.

  • Die Kanarischen Inseln bieten ganzjährig bestes Wetter und endlose Traumstraßen fürs Rennrad
  • Von Gran Canarias Serpentinen bis zu Teneriffas Vulkanrampen – für jeden Fahrertyp ist etwas dabei
  • Spektakuläre Küstenabschnitte und steile Anstiege fordern selbst ambitionierte Bergziegen
  • Geheimtipps für Genießer: einsame Nebenstraßen, kleine Dörfer und legendäre Cafés
  • Perfekte Bedingungen für Trainingslager und Bikepacking-Abenteuer
  • Technik- und Ausrüstungstipps für das optimale Setup auf den Kanaren
  • Insider-Wissen zu Verkehr, Sicherheit und Etikette auf den Inselstraßen
  • Unsere handverlesene Auswahl: 20 Strecken, die du nicht verpassen darfst

Gran Canaria: Das Epizentrum der Höhenmeter

Gran Canaria ist für viele die Königin unter den Kanaren, wenn es um epische Rennrad-Touren geht. Die Insel ist ein echtes Paradies für alle, die Steigungen lieben und keine Angst vor brennenden Oberschenkeln haben. Von Maspalomas aus geht es direkt in die Berge – und das auf Straßen, die ihren eigenen Rhythmus zu haben scheinen. Die legendäre GC-60 windet sich durch das Herz der Insel und bietet dir fast alles: von Flow-Abschnitten bis zu knallharten Rampen, die dich an der eigenen Fitness zweifeln lassen. Wer nach dem ersten Schock die Aussicht genießt, weiß: Jeder Tropfen Schweiß lohnt sich hier doppelt.

Doch nicht nur die Hauptstraßen, sondern auch die kleinen Nebenrouten machen Gran Canaria so besonders. Die Abfahrt nach Soria ist ein absoluter Geheimtipp für Genießer – perfekt asphaltierte Serpentinen, kaum Verkehr und eine Aussicht, die selbst Instagram-Influencer sprachlos macht. Wer lieber Höhenmeter sammelt, nimmt die berühmt-berüchtigte Pico de las Nieves-Route in Angriff. Hier wartet der mit 1.949 Metern höchste Punkt der Insel auf dich, und der Schlussanstieg von Ingenio hat es mit bis zu 23 % Steigung wirklich in sich. Das ist nichts für Warmduscher, sondern für echte Bergziegen – und genau deshalb lieben wir es!

Aber auch nach all dem Klettern gibt’s auf Gran Canaria reichlich Belohnung: In den kleinen Bergdörfern locken urige Bars mit lokalem Gebäck und starkem Kaffee. Die Stimmung ist entspannt, die Einheimischen winken und feuern dich an, als wärst du bei der Vuelta. Und spätestens auf der ikonischen Küstenstraße GC-200, die sich spektakulär am Atlantik entlangschlängelt, spürst du: Das hier ist Rennrad-Magie pur. Wer Gran Canaria einmal per Rad erlebt hat, kommt garantiert wieder.

Teneriffa: Vulkan-Drama und Höhenrausch

Teneriffa ist ein Mythos unter Radprofis – nicht umsonst verbringen WorldTour-Teams hier ihr Wintertraining. Zentraler Fixpunkt ist natürlich der Teide, der höchste Berg Spaniens, der mit legendären 2.356 Höhenmetern vom Meer bis zum Gipfel aufwartet. Die Auffahrt von Los Cristianos oder El Médano ist ein epischer Ritt durch mehrere Klimazonen: Unten Palmen und Meeresbrise, oben karge Lavawüste und dünne Luft. Jeder Meter bringt dich näher an die absolute Schmerzgrenze – und an eine Aussicht, die alles vergessen lässt. Der Teide ist kein Anstieg, sondern eine Pilgerfahrt für alle, die wissen wollen, was in ihnen steckt.

Doch Teneriffa hat mehr als nur den großen Vulkan zu bieten. Die Nordseite lockt mit üppigen Lorbeerwäldern und giftigen Rampen, etwa im Anaga-Gebirge. Hier wechseln sich kurze, steile Anstiege mit flowigen Abfahrten ab – perfekt für alle, die Abwechslung lieben. Die Straßen sind teils schmal und verwinkelt, aber der Asphalt ist meist tadellos. Wer es weniger touristisch mag, findet abseits der Hauptstraßen kleine, verschlafene Dörfer, in denen die Zeit stehengeblieben scheint. Hier tankst du Energie und genießt echtes kanarisches Lebensgefühl abseits der Hotelburgen.

Und dann wären da noch die Küstenstraßen: Die Route von Garachico nach Buenavista del Norte ist ein absoluter Leckerbissen für Genießer. Sanfte Kurven, das Meer immer im Blick und ein permanentes Auf und Ab, das nie langweilig wird. Die Insel hat für jeden etwas im Programm – egal ob du Höhenmeter fressen oder einfach nur entspannt rollen willst. Teneriffa ist einzigartig vielseitig und definitiv ein Pflichtziel für jeden ernsthaften Rennradler.

Lanzarote & Fuerteventura: Wind, Weite und wilde Schönheit

Wer Lanzarote nur als Triathlon-Insel kennt, hat das Beste verpasst. Die Straßen sind ein Traum: perfekter Belag, wenig Verkehr und Landschaften, die eher nach Mars als nach Spanien aussehen. Besonders die Strecke durch den Timanfaya-Nationalpark ist ein surrealer Trip aus Lavafeldern, Dünen und zerklüfteten Felsen. Die Anstiege sind moderat, aber der Wind? Der ist hier der echte Gegner. Wer Rückenwind erwischt, fliegt – bei Gegenwind fühlt sich jeder Kilometer wie ein Zeitfahren auf der Flucht an. Doch genau das macht den Reiz aus: Lanzarote ist rau, ehrlich und verdammt fotogen.

Fuerteventura dagegen punktet mit endlosen, offenen Straßen und einer Weite, die ihresgleichen sucht. Die Nord-Süd-Durchquerung von Corralejo bis Morro Jable ist ein episches Abenteuer für Ausdauerjunkies. Hier zählen nicht die Höhenmeter, sondern die mentale Stärke – denn die Sonne brennt, der Wind pfeift, und die Zivilisation ist oft weit weg. Dafür wirst du mit Stränden belohnt, die aussehen wie aus der Karibik, und mit kleinen Oasen, in denen die Zeit langsamer läuft. Wer auf Fuerteventura fährt, lernt Demut – und eine neue Dimension von Freiheit kennen.

Beide Inseln sind perfekt für Genießer, die es ruhig angehen lassen wollen, aber auch für Trainingslager, bei denen lange Grundlageneinheiten im Fokus stehen. Die Infrastruktur ist top, das Klima ganzjährig mild und die Einheimischen haben einen entspannten Umgang mit Radfahrern. Egal ob du Kilometer fressen oder einfach nur rollen willst – Lanzarote und Fuerteventura liefern. Hier zählt der Flow, nicht die Wattzahl.

Die besten Strecken der anderen Kanaren: La Palma, La Gomera, El Hierro & Co.

Wer das Abenteuer sucht, sollte die kleineren Kanaren-Inseln nicht unterschätzen. La Palma etwa ist ein absolutes Mekka für Höhenmeter-Jäger: Die Insel ist klein, aber brutal steil. Die Königsetappe führt von Meereshöhe zum Roque de los Muchachos auf 2.426 Meter – ein Anstieg, der es locker mit den härtesten Alpenpässen aufnimmt. Die Straßen sind schmal, kurvig und oft menschenleer, dafür gibt’s spektakuläre Ausblicke und eine Stille, die auf großen Inseln selten geworden ist. Wer auf La Palma fährt, braucht nicht nur gute Beine, sondern auch gute Bremsen für die technischen Abfahrten.

La Gomera ist dafür bekannt, dass hier jeder Anstieg auch gleich wieder eine Abfahrt ist. Die Insel ist ein einziges Auf und Ab, und das auf winzigen Straßen durch dichten Nebelwald. Die Südküste überzeugt mit sonnigen Passagen, während im Inselinneren die feuchte Passatluft für eine fast mystische Stimmung sorgt. Genießer tauchen hier in eine komplett andere Welt ein – fernab von Massentourismus und Verkehrschaos. El Hierro, die kleinste Kanareninsel, ist ein echter Geheimtipp: Kaum Autos, dafür aber abgefahrene Vulkanrampen und eine Natur, die dir den Atem raubt.

Auch La Graciosa, La Palma und selbst die Mini-Inseln bieten Strecken für echte Individualisten. Hier hast du die Straßen fast für dich allein und kannst abseits jeglicher Zivilisation fahren. Ob schroffe Küsten, endlose Bananenplantagen oder Vulkankrater – jede Insel hat ihren ganz eigenen Charakter. Wer wirklich alles erleben will, plant eine Insel-Hopping-Tour mit Fährfahrten, Hotelwechsel und maximalem Erlebnisfaktor. Hier wird Rennradfahren zum Abenteuer – und das lieben wir bei 11bar besonders.

Praktische Tipps: Ausrüstung, Sicherheit & Etikette

Die Kanaren sind zwar ein Paradies für Radfahrer, aber ein paar Dinge solltest du wissen, bevor du dich ins Getümmel stürzt. Erstens: Das Wetter kann sich schnell ändern – oben am Berg kann es eiskalt werden, während unten am Meer die Sonne knallt. Pack also immer eine Windjacke und Armlinge ein, selbst wenn der Start sonnig aussieht. Zweitens: Der Wind ist auf allen Inseln ein entscheidender Faktor. Aero-Laufräder sind schön, aber bei starken Böen kann’s gefährlich werden. Lieber auf Nummer sicher gehen und ein stabiles Setup wählen.

Die Straßen auf den Kanaren sind meist in gutem Zustand, aber in den Bergen gibt’s ab und zu lose Steine oder Sand. Ein etwas breiterer Reifen – etwa 28 mm – bringt mehr Komfort und Sicherheit. Für längere Touren empfiehlt sich ein GPS-Computer mit Offline-Karten, denn Handyempfang ist nicht überall garantiert. Zudem solltest du immer genug Wasser und ein paar Snacks dabei haben, denn Tankstellen und Cafés sind in den Bergen rar gesät. Wer auf Nummer sicher gehen will, plant seine Route vorher und speichert sie offline ab.

Und noch ein Wort zur Etikette: Die Einheimischen sind Radfahrern gegenüber meist freundlich, aber Respekt ist Pflicht. Kein Müll am Straßenrand, keine wilden Überholmanöver und immer freundlich grüßen – so bleibt das Paradies auch in Zukunft einladend für alle. Und falls du mal Hilfe brauchst: Einfach fragen! Die Kanaren sind bekannt für ihre herzlichen Menschen, und ein bisschen Spanisch öffnet so manche Tür. Also: Gut vorbereitet, fair und respektvoll – dann steht deinem Kanaren-Abenteuer nichts mehr im Weg.

Fazit: Die Kanaren – ein Rennrad-Traum für alle Sinne

Wer einmal auf den Kanarischen Inseln Rennrad gefahren ist, versteht den Hype. Hier gibt’s nicht nur Sonne satt, sondern auch ein unglaubliches Spektrum an Strecken, Landschaften und Herausforderungen. Von endlosen Vulkanrampen über spektakuläre Küstenstraßen bis zu einsamen Bergdörfern – die Vielfalt ist einzigartig. Egal ob du Genießer bist oder die härtesten Anstiege suchst, auf den Kanaren findest du deine Traumtour. Die Bedingungen sind top, die Menschen freundlich, und das Essen schmeckt nach Abenteuer. Mehr kann man von einem Rennradziel wirklich nicht verlangen.

Pro:

  • Ganzjährig perfektes Klima fürs Rennradfahren
  • Spektakuläre Strecken für jeden Fahrertyp: Genießer, Bergziegen, Kilometerfresser
  • Top-Infrastruktur und gute Straßenverhältnisse
  • Kaum Verkehr abseits der Touristenzentren
  • Legendäre Anstiege und abwechslungsreiche Landschaften
  • Freundliche Einheimische und entspannte Atmosphäre
  • Geeignet für Trainingslager, Bikepacking und Genuss-Touren
  • Viele Cafés, Bars und kulinarische Highlights entlang der Strecken

Contra:

  • Starker Wind kann Touren extrem erschweren
  • Steile Anstiege sind nichts für absolute Anfänger
  • Wenig Schatten, Sonnen- und Hitzeschutz unbedingt nötig
  • Manche Nebenstraßen mit schlechtem Asphalt oder losem Schotter
  • In der Hochsaison auf Hauptstraßen teils viel Verkehr und Busse
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