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11bar-Lieblinge in Kanarische Inseln: Unsere besten Strecken mit Karten & Tipps

Kanarische Inseln für Roadies: Sonne, Serpentinen und Suchtfaktor – unsere 11bar-Lieblingsrouten inklusive Karten, Insider-Tipps und garantiertem Höhenrausch. Wer hier nicht fährt, verpasst das Beste zwischen Atlantik und Asphalt!

  • Die Kanaren sind das ganzjährige Paradies für Straßenradsport – Sonne, Klima und Topografie stimmen einfach immer.
  • Jede Insel hat ihren eigenen Charakter: Von Gran Canarias Epik bis zu Teneriffas Teide-Mythos.
  • Unsere besten Strecken – mit Karten, Höhenprofilen und Tipps zu Startpunkten und Verpflegung.
  • Insiderwissen zu Verkehrsaufkommen, Wind, Straßenbelag und klimatischen Besonderheiten.
  • Empfehlungen für Bike-Verleih, Reparatur und Café-Stopps – getestet und für gut befunden.
  • Expertentipps für die perfekte Trainingswoche: Von lockeren Küstenrollen bis zu epischen Königsetappen.
  • Anpassbare Routenlängen für alle Levels – von Einsteiger bis Wattmonster.
  • Technik-Tipps für Material, Übersetzung und GPS-Handling auf den Inseln.

Warum die Kanaren? Klima, Straßen, Mythos

Die Kanarischen Inseln sind für Radsportler nicht weniger als das gelobte Land – und das völlig zurecht. Wer einmal im Januar bei 22 Grad und Sonnenschein einen Pass auf Teneriffa hochkurbeln durfte, wird den Winter in Mitteleuropa endgültig verfluchen. Das milde, beständige Klima sorgt dafür, dass du praktisch das ganze Jahr über perfekte Bedingungen vorfindest. Selbst im August, wenn halb Südeuropa unter Hitzewellen ächzt, bleibt es auf den Kanaren durch die Passatwinde angenehm fahrbar. Und im europäischen Winter? Während andere ihre Motivation auf der Rolle ertränken, rollen wir an Palmen und Atlantikblicken vorbei. Das ist nicht nur ein Luxus – das ist ein Trainingsvorteil, den du spürst.

Doch das Wetter ist nur die halbe Miete. Was die Kanaren so einzigartig macht, ist die Kombination aus spektakulärer Topografie und überraschend gutem Straßennetz. Kilometerlange Anstiege, kurvige Serpentinen, raue Vulkanlandschaften und wellige Küstenstraßen – alles asphaltiert, meist in tadellosem Zustand, und oft mit sensationellen Ausblicken. Hier gibt es keine endlosen, langweiligen Geraden, sondern anspruchsvolle Strecken, die Beine und Kopf fordern. Wer Höhenmeter liebt, findet in wenigen Tagen mehr Kletterspaß als in einem ganzen Sommer daheim.

Mythos Kanaren – das ist auch der Spirit, der hier von den Profis hinterlassen wurde. Fast jedes WorldTour-Team schickt seine Kapitäne im Winter auf die Inseln. Was für die einen die Vorbereitung aufs Frühjahr ist, wird für Urlauber und Amateure zum unvergesslichen Abenteuer. Die Legenden des Teide, die epischen Abfahrten von Gran Canaria, die wilden Winde von Lanzarote – sie alle warten darauf, von dir erfahren zu werden. Aber Vorsicht: Die Kanaren machen süchtig. Wer einmal hier war, kommt wieder. Versprochen.

Unsere Top-Strecken: Klassiker, Geheimtipps und Karten

Wenn es um Roadbike-Strecken geht, liefern die Kanaren ein All-you-can-ride-Buffet. Fangen wir mit dem Klassiker an: Der Teide-Loop auf Teneriffa ist nicht weniger als Radsportgeschichte. Von Meereshöhe windet sich die Strecke über 2.000 Höhenmeter hinauf zum höchsten Berg Spaniens – vorbei an Bananenplantagen, durch uralte Kiefernwälder und am Schluss über eine surreale Mondlandschaft aus Lavagestein. Tipp: Starte früh, damit du die Auffahrt (und die spätere Abfahrt) nahezu für dich allein hast. Die Abfahrt zurück an die Küste ist ein Fest für alle, die Kurventechnik lieben und Bremsen vertrauen.

Gran Canaria steht dem in nichts nach, bietet aber noch mehr Abwechslung. Unser Favorit: Die Ronda de Gran Canaria – eine epische Runde mit über 120 Kilometern und fast 3.000 Höhenmetern. Wer weniger Zeit (oder Beine) hat, nimmt die legendären Anstiege von Soria, den Pico de las Nieves (1.949 m, der höchste Punkt der Insel) oder die serpentinenreiche GC-60 von Maspalomas ins Inselinnere. Was die Strecken hier ausmacht: Auf kurzer Distanz erlebst du steile Rampen, ruhige Hochplateaus, urige Bergdörfer und das Gefühl, plötzlich in den Alpen gelandet zu sein – nur eben mit Meeresblick.

Lanzarote und Fuerteventura sind die Wind-Inseln – perfekt für alle, die sich in Aero-Positionen wohlfühlen und ihre Wattwerte lieben. Die Küstenstraße von Playa Blanca nach Orzola ist ein absolutes Muss, ebenso die Durchquerung des Timanfaya-Nationalparks mit seinen Feuerbergen. Tipp: Checke vorher den Windbericht – Rückenwind auf dem Rückweg ist Gold wert. Und für alle, die das Besondere suchen: La Gomera bietet mit seinen engen Schluchten und wilden Steigungen Trails, die im Gedächtnis bleiben. Unsere Karten und GPS-Tracks für alle genannten Strecken findest du am Ende des Artikels – exklusiv für 11bar-Leserinnen und -Leser.

Praktische Tipps: Vorbereitung, Technik und Tagesplanung

Wer die Kanarischen Inseln mit dem Rennrad erobern will, sollte nicht blauäugig losrollen. Das beginnt schon bei der Materialwahl: Übersetzungen mit Kompakt-Kurbel (34/50) und einer Kassette bis 32 oder sogar 34 hinten sind kein Zeichen von Schwäche, sondern schlicht Überlebensstrategie. Die Anstiege sind lang, die Rampen knackig, und spätestens beim dritten Pass am Tag wirst du für jeden leichten Gang dankbar sein. Scheibenbremsen sind auf den oft langen, teils steilen Abfahrten ein echter Sicherheitsfaktor – gerade bei wechselhaftem Wetter oder Vulkansand auf der Straße.

GPS-Navigation ist auf den Kanaren Pflicht, nicht Kür. Die Streckenführung kann komplex sein, die Beschilderung ist oft spärlich, und ein Verfahrer kostet schnell wertvolle Körner. Lade dir die Routen vorher aufs Gerät, kontrolliere Akkustand und Kartenabdeckung. Ein Garmin Edge, Wahoo oder Sigma ist hier Gold wert – und spart dir Stress, wenn du mal in einer Barranco-Schlucht landest, in der Google Maps kapituliert. Tipp: Notiere dir die wichtigsten Tankstellen, Cafés und Supermärkte am Streckenrand – Verpflegungslücken gibt’s öfter als du denkst.

Bei der Tagesplanung gilt: Früh raus ist Trumpf. Die Temperaturen steigen schnell, der Wind nimmt im Laufe des Tages zu, und die Passstraßen sind morgens am leersten. Nimm genügend Wasser und Elektrolyte mit – viele Abschnitte sind schattenfrei, und die Sonne kann gnadenlos sein. Sonnencreme, Armlinge und Windweste gehören immer ins Gepäck. Wer clever ist, baut die längsten Anstiege ans Anfang der Tour und genießt die Abfahrten mit frischen Beinen. Und ganz wichtig: Pausen mit Aussicht sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil des kanarischen Lebensgefühls.

Insider-Knowhow: Bike-Verleih, Cafés und lokale Specials

Du musst dein eigenes Bike nicht unbedingt im Flieger quetschen – die Kanaren bieten eine Vielzahl hochklassiger Bike-Verleiher. Von Carbon-Rennmaschinen mit Di2-Schaltung bis zu schicken Gravelbikes ist alles zu haben. Verleiher wie Free Motion (Gran Canaria, Teneriffa), Bike Point oder Papagayo Bike (Lanzarote) sind bekannt für gepflegtes Material, schnelle Hilfe bei Defekten und einen Service, der manchmal mehr weiß als der eigene Mechaniker. Reserviere frühzeitig und checke das Rad vor Ort nochmal auf Herz und Nieren – speziell Bremsbeläge und Reifen.

Die Cafékultur auf den Inseln ist unterschätzt – aber legendär. Kein Tag ohne Cortado und Pan con Tomate! Unsere Lieblingsstops: Das Café Mirador del Pico (Gran Canaria), Bar Parador (Teide, Teneriffa) und das urige El Golfo (Lanzarote) mit Blick auf die Lavaküste. Hier trifft sich alles von lokalen Clubs bis zu WorldTour-Profis. Die Preise sind angenehm, der Service herzlich – und wer Glück hat, wird mit frischem Kuchen oder kanarischen Tapas belohnt. Tipp: Immer etwas Kleingeld dabeihaben, Kartenzahlung ist auf dem Land Glückssache.

Lokale Spezialitäten machen den Radurlaub rund: Probier unbedingt Papas Arrugadas, Mojo-Sauce und den unfassbar guten Ziegenkäse. Viele kleine Supermärkte haben Energy-Riegel und Bananen aus der Region – die ideale Verpflegung für unterwegs. Wer abends noch Energie hat, gönnt sich ein lokales Craft-Bier oder einen „Barraquito“ (kanarischer Kaffee mit Likör). Und für alle, die noch weiter wollen: Viele Verleiher bieten geführte Touren, Techniktraining und Shuttles zu den besten Startpunkten. So wird der Kanaren-Trip nicht nur sportlich, sondern auch kulinarisch zum Erlebnis.

Fazit: Die Kanaren – Pflichtprogramm für Roadies

Die Kanarischen Inseln bieten alles, was das Roadbike-Herz begehrt: Endlose Anstiege, perfekte Bedingungen und eine Straßenkultur, die ihresgleichen sucht. Wer sich einmal auf den Serpentinen von Gran Canaria, den Vulkanhängen von Lanzarote oder den Mythen des Teide getummelt hat, wird seine Liebe zum Rennrad neu entdecken. Die Mischung aus Sonne, Landschaft und sportlicher Herausforderung macht süchtig – und ist für Einsteiger wie Experten gleichermaßen reizvoll.

Egal ob als Trainingslager, Bikepacking-Abenteuer oder entspannter Roadtrip – die Kanaren liefern ab. Mit unseren Strecken, Tipps und Empfehlungen bist du bestens gerüstet, um das Beste aus deinem Trip herauszuholen. Wer noch zweifelt: Die Profis trainieren hier nicht aus Zufall. Also ab auf die Insel – und lass dich von der kanarischen Magie anstecken!

Das letzte Wort? Die Kanaren sind kein Geheimtipp mehr, aber immer noch ein Erlebnis, das sich jedes Jahr aufs Neue lohnt. Wer einmal da war, weiß: Sonne, Serpentinen und Suchtfaktor – das ist die ultimative Roadbike-Formel.

Pro:

  • Ganzjährig perfektes Klima für Radsport
  • Spektakuläre Landschaften und abwechslungsreiche Streckenprofile
  • Sehr gutes Straßennetz, meist in Top-Zustand
  • Vielfältige Möglichkeiten für Einsteiger bis Profis
  • Hochwertige Bike-Verleiher und erstklassiger Service vor Ort
  • Legendäre Café- und Kaffeekultur für die Pausen
  • Viele Strecken sind GPS-erprobt und gut dokumentiert

Contra:

  • Stark frequentierte Straßen in Küstennähe, besonders in der Hochsaison
  • Wind kann auf Lanzarote und Fuerteventura herausfordernd sein
  • Versorgungslücken auf langen Anstiegen – gute Planung nötig
  • Flug und Transport des eigenen Bikes können teuer sein
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