Bock auf epische Höhenmeter, Lava-Feeling und endlose Serpentinen? Willkommen auf den Kanaren – das Eldorado für alle, die Anstiege nicht fürchten, sondern feiern. Hier sind fünf legendäre Climb-Highlights, die auf deiner Bucketlist ganz oben stehen müssen. Jeder Aufstieg ist ein Statement gegen Mittelmaß – für echte Bergziegen, Asphaltpunks und alle, die ihre Beine brennen lassen wollen.
- Die Kanarischen Inseln bieten legendäre Anstiege für Roadies jeder Couleur
- Vulkanische Landschaften, spektakuläre Aussichten und brutal ehrliche Höhenmeter
- Fünf ausgewählte Climbs für deine persönliche Bucketlist
- Tipps zu Saison, Ausrüstung und optimaler Vorbereitung
- Für Einsteiger, Ambitionierte und Hardcore-Kletterer gleichermaßen geeignet
- Technische Besonderheiten, Streckencharakter und Insider-Hinweise erklärt
- Fazit mit klaren Pros und Contras für die Planung deines Kanaren-Trips
Warum die Kanaren das Kletterparadies für Roadbiker sind
Wer glaubt, die Kanarischen Inseln wären nur etwas für Rentner und All-Inclusive-Touristen, der hat noch nie mit schmerzenden Waden am Fuße des Teide gestanden. Die sieben Inseln sind ein einziger Abenteuerspielplatz für Kletterfans und bieten eine Dichte an epischen Anstiegen, wie man sie sonst nur in den Alpen oder auf Mallorca findet – nur eben mit Vulkangestein, Palmen und Atlantikblick. Hier wird nicht gebummelt, sondern gekämpft: Wind, Sonne und Steigungen bis zum Anschlag lassen jedes Training zur Heldengeschichte werden.
Das Klima spielt dir dabei gnadenlos in die Karten. Während der Rest Europas im Winter die Rolle aufbaut, genießt du auf den Kanaren ganzjährig milde Temperaturen und meist sonnige Bedingungen. Die Straßen sind vielerorts in exzellentem Zustand, der Verkehr hält sich – abgesehen von ein paar Hotspots – angenehm in Grenzen. Und die Landschaft? Ein Mix aus Marslandschaft, Kiefernwald und schroffer Küste, der garantiert nicht langweilig wird.
Doch der wahre Reiz liegt in den Anstiegen selbst: Sie sind oft lang, fordernd und gnadenlos ehrlich. Hier gibt’s keine Gnade für Blender – die Kanaren sind der ultimative Test für deine Kletterbeine und dein Ego. Wer hier oben ankommt, darf sich zu Recht zu den ganz Harten zählen. Und genau deshalb gehört ein Abstecher auf die Kanaren auf jede ernst gemeinte Roadbike-Bucketlist.
Die fünf legendären Anstiege der Kanaren
Der erste Name, der Roadies auf der Zunge liegt, ist natürlich der Teide auf Teneriffa. Mit über 2.300 Höhenmetern am Stück ist dieser Vulkan der längste durchgehende Anstieg Europas – ein Monstrum, das selbst Profis Respekt einflößt. Die klassische Route führt von Los Cristianos bis zur Observatoriumsstraße und bietet alles, was das Kletterherz begehrt: endlose Serpentinen, wechselnde Vegetation, Lavafelder und einen Ausblick, der süchtig macht. Hier triffst du garantiert auf WorldTour-Teams beim Trainingslager – aus gutem Grund.
Doch auch Gran Canaria hat mit dem Pico de las Nieves ein echtes Brett im Angebot. Der Anstieg von Ingenio aus ist bekannt für seine brutalen Rampen und gnadenlose Steigungsspitzen von über 20 Prozent. Wer hier oben ankommt, weiß, was Leiden bedeutet – und wird mit einer 360-Grad-Panorama belohnt, die ihresgleichen sucht. Tipp: Nimm ausreichend Wasser mit, denn die Sonne meint es hier oft zu gut.
La Gomera, die kleine Schwester im Atlantik, lockt mit der sagenhaften Route von San Sebastián hoch zum Mirador de los Roques. Die Straße windet sich auf knapp 1.300 Höhenmeter durch Lorbeerwald und enge Kehren – landschaftlich ein Traum und technisch anspruchsvoll. Lanzarote punktet mit dem Tabayesco-Climb, der von der Küste ins Inselinnere führt – weniger steil, aber dafür extrem windanfällig und mit Mondlandschaft-Feeling. Last but not least: Der Alto de Garajonay auf La Gomera, ein echter Geheimtipp für Liebhaber langer, gleichmäßiger Anstiege und atemberaubender Aussichten über das Inseltrekking-Paradies.
Technik, Taktik und Timing: So holst du das Maximum raus
Kanarische Anstiege sind anders als das, was viele aus den Alpen oder Pyrenäen kennen. Die Steigungen sind oft konstanter, die Straßenverhältnisse besser, aber die Länge und das Klima stellen besondere Anforderungen. Hier bringt es wenig, wie ein Berserker in die ersten Kehren zu sprinten – Pace ist alles. Wer sich zu Beginn verheizt, bezahlt spätestens im Lavafeld oder unter der gleißenden Sonne teuer dafür. Nutze einen Leistungsmesser oder zumindest Pulskontrolle, um deinen Rhythmus zu finden und durchzuziehen.
Technisch sind die Anstiege meistens mit dem normalen Rennrad und Übersetzungen wie 34/32 gut fahrbar. Wer Angst vor steilen Rampen hat, sollte auf Gran Canaria oder La Palma lieber einen Gang extra einbauen – die letzten Kilometer können brutal werden. Unterschätze niemals den Wind: Besonders auf Lanzarote und Fuerteventura kann er dir jeden Flow rauben und aus einer lockeren Tour eine epische Quälerei machen. Beim Material gilt: Weniger Gewicht, gute Bremsen und ausreichend Verpflegung sind Pflicht.
Was das Timing angeht, sind Frühjahr und Herbst die Top-Zeiten für Climbs – im Sommer wird’s schnell zu heiß, im Winter kann es in den Hochlagen auch mal empfindlich kalt werden. Früh starten lohnt sich doppelt: weniger Verkehr, angenehmere Temperaturen und das Licht für Fotos ist einfach magisch. Wer clever plant, baut die Anstiege in längere Inselrunden ein – so macht Roadbiking auf den Kanaren richtig Sinn.
Insider-Tipps: Planung, Verpflegung und Sicherheit
Die Kanaren sind zwar ein Paradies für Roadies, aber sie spielen nach ihren eigenen Regeln. Trinkwasser ist auf vielen Anstiegen Mangelware, also immer mit mindestens zwei vollen Flaschen starten und lieber zu viel als zu wenig einpacken. Supermärkte und Bars sind in den kleinen Bergdörfern oft spärlich gesät – checke vorher, wo du nachfüllen kannst, sonst droht der Hungerast in der Lavawüste. Power-Riegel, Gels oder ein klassisches Bocadillo retten hier schon mal den Tag.
Auch in Sachen Sicherheit gibt es ein paar Besonderheiten. Die Straßen sind meist gut ausgebaut, aber die Abfahrten können wegen feinem Vulkanstaub tückisch sein – also Bremsbeläge checken und immer mit Hirn fahren. Handyempfang ist in den Bergen besser als erwartet, aber ein GPS-Gerät mit Offline-Karten kann Gold wert sein, wenn du dich mal verfranst. Im Notfall bist du dank der guten Infrastruktur schnell wieder in der Zivilisation, aber ein kurzer Check der Notrufnummern vor dem Start schadet nie.
Ein letzter Tipp für alle, die mehr wollen: Nimm dir nach dem Anstieg Zeit, die Aussicht zu genießen. Die Kanaren belohnen Kletterer nicht nur mit Höhenmetern, sondern mit magischen Momenten – Sonnenaufgänge am Teide, Wolkenmeere am Pico de las Nieves oder das satte Grün der Lorbeerwälder auf La Gomera. Wer zu schnell wieder runterfährt, verpasst das Beste. Also: Beine hoch, Riegel rein, Aussicht genießen – und dann erst in die Abfahrt stürzen.
Fazit: Die Kanaren – dein ultimativer Playground für Höhenmeter
Die Kanarischen Inseln sind ein echtes Statement für alle, die Anstiege nicht fürchten, sondern suchen. Hier gibt’s keine halben Sachen, sondern Roadbike-Action am Limit. Die fünf vorgestellten Climbs sind nur die Spitze des Eisbergs – jede Insel hat ihren eigenen Charakter, ihre ganz eigenen Herausforderungen. Wer hier oben steht, holt sich nicht nur Strava-Kudos, sondern echtes Selbstbewusstsein für die Saison. Vorbereitung, Material und Taktik sind entscheidend, aber am Ende zählt, dass du den Mut hast, dich diesen Bergen zu stellen. Die Kanaren sind kein Wellness-Trip – sondern ein Roadbike-Abenteuer, das du nie vergisst.
Pro:
- Ganzjährig perfektes Trainingsklima und meist sonniges Wetter
- Legendäre, abwechslungsreiche Anstiege mit epischen Aussichten
- Sehr gute Straßenqualität und wenig Verkehr abseits der Hotspots
- Für alle Leistungslevel geeignet – vom Einsteiger bis zum Profi
- Vielseitige Landschaften: Von Lavafeldern bis Lorbeerwäldern
- Gute Infrastruktur für Radfahrer und viele Inseln per Fähre kombinierbar
Contra:
- Wenig Wasserstellen und Verpflegungspunkte auf den Anstiegen
- Kräftiger Wind und plötzliche Wetterwechsel möglich
- Hohe UV-Strahlung und teils extreme Temperaturen in den Bergen
- Steile Rampen und lange Anstiege fordern Material und Beine